Vorsicht mit Feuerwerk!

Rund um Silvester kommt es jedes Jahr zu schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper, von denen besonders häufig die Hände betroffen sind.

Die Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) und die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rufen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Böllern und Feuerwerk auf und geben Tipps für ein möglichst sicheres Silvestervergnügen.

 

Bei Unfällen mit Feuerwerkskörpern sind oftmals ein oder mehrere Finger oder die gesamte Hand betroffen. Die Patienten kommen mit abgetrennten Fingern, Verbrennungen, Frakturen und Weichteilverletzungen an den Händen ins Krankenhau. Immer wieder sind auch schwere Verletzungen dabei, die durch die Explosion von Feuerwerkskörpern direkt am Körper stammen. 

Der beste Schutz vor Unfällen ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Wer einige einfache Regeln beachtet, kann schwere Verletzungen vermeiden:

  • Keine manipulierten oder selbst hergestellten Böller verwenden
  • Ausschließlich Produkte mit CE-Zeichen und BAM-Prüfnummer (Bundesamt für Materialprüfung) verwenden
  • Feuerwerkskörper nach Gebrauchsanweisung nutzen und nicht damit „experimentieren“
  • Feuerwerkskörper keinesfalls am Körper tragen! Am besten verschlossen und in sicherem Abstand lagern
  • Böller sind für Kinder und Jugendliche tabu: Jugendliche sind besonders häufig von schweren Verletzungen durch Feuerwerkskörper betroffen.
  • Nicht explodierte Böller nicht noch einmal zünden. Am besten sofort entsorgen – dies schützt auch Kinder und Jugendliche, die Blindgänger sammeln und Wenn Alkohol im Spiel ist: Hände weg von Feuerwerkskörpern. Alkohol macht unvorsichtig.
  • Keinesfalls illegale Böller verwenden, diese sind lebensgefährlich für einen selbst und für die Mitmenschen.