Verstauchungen

Was ist das?

Bei einer Verstauchung (Distorsion) kommt es infolge eines Unfalls oder einer Verletzung, wie sie u. a. beim Sport auftreten kann, zu einer starken Überdehnung eines Bandes oder einer Gelenkkapsel. Häufig sind Fuß, Knie oder Handgelenk betroffen. Diagnostisch ist eine Verstauchung von einer Fraktur oder von einer folgenschweren kompletten Bandzerreißung abzugrenzen. 

Welche Symptome treten auf?

Typische Symptome einer Verstauchung sind Schwellungen und Blutergüsse und daraus resultierende Schmerzen. Ebenso können Bewegungseinschränkungen wie bei einer Fraktur oder einem kompletten Bandriss auftreten.

Was tut der Handchirurg?

Die Untersuchung der Hand erlaubt dem Spezialisten zumeist schon einen Verdacht, welche Verletzung vorliegt. Entsprechend der Verdachtsdiagnose können dann gezielt bildgebende Verfahren wie spezielle Röntgenuntersuchungen, eine Computer- oder Kernspintomographie Aufschluss darüber geben, ob eine Verstauchung, eine Fraktur oder eine behandlungsbedürftige Bandzerreißung vorliegt. Bei Muskel- und Gelenkverletzungen haben sich Sofortmaßnahmen nach der PECH-Regel bewährt: Pause, Eis, Compression, Hochlagern. Handgelenksverstauchungen werden konservativ, eventuell mit einer kurzfristigen Ruhigstellung in einer Schiene behandelt, und heilen meist innerhalb von einigen Wochen ab. Demgegenüber bedürfen einige Frakturen und besonders auch komplette Bandrisse dringend einer Operation, da sie sonst auf Dauer zu einer Arthrose des Gelenks führen. Deshalb ist es wichtig, eine Verstauchung frühzeitig von einer Bandzerreißung oder einer Fraktur abzugrenzen.