Sehnenverletzungen

Was ist das?

Sehnen bestehen aus Bindegewebe und enthalten in geringem Maße auch Nerven und Blutgefäße, sie sind Teil eines Muskels und dienen als Verbindung zwischen Muskeln und Knochen. Abhängig von ihrer Lage im menschlichen Körper unterscheiden sie sich in Größe und Form. Wird ein Muskel z. B. beim Krafttraining ruckartig kontrahiert oder eine Sehne überbelastet, kann sie ganz oder teilweise reißen. Ebenso können Sehnen bei Schnittverletzungen durchtrennt oder bei Knochenbrüchen geschädigt werden. 

Welche Symptome treten auf?

Ein Symptom eines Sehnenrisses (Ruptur) sind sofort auftretende, stechende Schmerzen an der betroffenen Stelle, mitunter ist der Riss auch hörbar und äußert sich mit einem „Knallgeräusch“. Sehnenrisse können aber auch schmerzlos und unbemerkt auftreten. Sehnenverletzungen an der Hand führen dazu, dass die aktive Beugung oder Streckung eines oder mehrerer Finger nicht mehr möglich ist, ebenso treten Schwellungen und Fehlstellungen der Fingergelenke auf. Allerdings kann der Funktionsausfall auch erst einige Zeit nach dem Unfallereignis eintreten.

Was tut der Handchirurg?

Die klinische Untersuchung durch den Experten ermöglicht fast immer die Diagnosestellung. Nur selten sind bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT) zur Diagnosesicherung notwendig. Meistens ist bei Sehnenverletzungen eine Operation erforderlich, um die Funktionalität einer geschädigten Sehne wiederherzustellen. Sehnenverletzungen im Rahmen von Schnitt-, Stich- oder anderen offenen Verletzungen sollten umgehend behandelt werden. Abhängig von der Art und Schwere der Verletzung stehen dem Handchirurgen verschiedene Techniken zur Verfügung, darunter das Nähen und die Verlagerung oder Transplantation einer Sehne. Nach der Operation wird für mehrere Wochen eine spezielle Schiene getragen.