Rheuma hat viele Gesichter

Rheuma ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl rheumatischer Erkrankungen, die sowohl den Bewegungsapparat als auch die Organe betreffen können. Rheuma kann in jedem Alter auftreten. Die Symptome sind vielfältig. Positiv ist immer eine frühe Diagnose. Die häufigste Form ist die rheumatoide Arthritis. 

Was ist das?

Die rheumatoide Arthritis ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der die Innenhaut von Gelenken, Sehnenscheiden und Schleimbeuteln entzündet ist. Sie betrifft den ganzen Körper und verläuft individuell unterschiedlich. Oft tritt sie zuerst an den Händen und Fingern auf. Am häufigsten sind Frauen zwischen 20 und 40 Jahren betroffen.

Welche Symptome treten auf?

Typische Symptome einer rheumatoiden Arthritis sind Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen der Gelenke. Schreitet die Entzündung fort, können die Streck- und Beugesehnen sowie die Gelenke der Finger zerstört werden. Mögliche Folgeschäden sind Fehlstellungen, Instabilität und starke Verformungen der Hand- und Fingergelenke. 

Was tut der Handchirurg?

Wichtig für den Behandlungserfolg der rheumatoiden Arthritis ist ein individuell auf den Patienten abgestimmtes Behandlungskonzept aus medikamentöser, physikalischer und chirurgischer Therapie. Der internistische Rheumatologe legt frühestmöglich die medikamentöse Therapie fest. Der Handchirurg sollte frühzeitig beratend hinzugezogen werden: Denn er kann beurteilen, ob und wann eine Hand-Operation angezeigt ist. Auch Physio- und Ergotherapie oder eine Schienenbehandlung der Hand kann er indizieren. 

Eine vorbeugende Operation ist sinnvoll, um entzündete Schleimhaut aus einem Gelenk oder von einer Sehnenscheide zu entfernen (Synovialektomie). Mit einer wiederherstellenden OP werden Gelenkfehlstellungen korrigiert, abgerissene Sehnen verlagert oder verpflanzt und zerstörte Gelenke durch Kunstgelenke ersetzt. In vielen Fällen ist es möglich, die Handfunktion durch eine Operation erheblich zu verbessern.

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