Arthrose früh erkennen und gezielt behandeln lassen

Arthrose ist eine chronisch fortschreitende degenerative Erkrankung. Dabei wird die Knorpelschicht eines Gelenks allmählich zerstört und es treten Schäden an den Knochen auf. Im Endstadium kommt es zur Einsteifung des Gelenks. An der Hand tritt die Erkrankung vor allem an den Fingerend- und -mittelgelenken sowie dem Daumensattelgelenk auf. Meist sind mehrere Gelenke betroffen, dann spricht man von einer Polyarthrose. Arthrose ist nicht heilbar, aber mit einer gezielten Therapie können Schmerzen gelindert sowie Kraft und Beweglichkeit möglichst gut erhalten oder wiederhergestellt werden. 

 

Arthrose verstehen

Arthrose beginnt mit einer begrenzten Schädigung der Knorpelsubstanz, später fasert der Knorpel auf und bildet Risse, bis er zuletzt ganz abgetragen ist. Dann reiben die Knochen ungeschüzt aufeinander. Auf den Schwund des Knorpels reagiert der Knochen mit Verdichtung und Verhärtung, später mit krankhafter Knochenneubildung. Die fortschreitende Erkrankung führt zur Einsteifung und Deformation des Gelenks.

Arthrose ist die häufigste chronische Erkrankung älterer Menschen, Frauen erkranken öfter als Männer. Meist tritt sie ab dem 40. Lebensjahr auf. Fünf bis sieben Prozent der über 50-jährigen zeigen Symptome.

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Welche Symptome?

Typisch sind die zunehmende Gelenksteife und der Kraftverlust der Hand. Funktionen wie Beugen und Strecken sind eingeschränkt, und das Halten und Greifen von Gegenständen kann schwerfallen. Auch Bewegungen bereiten Schmerzen. Häufig sind auch Verdickungen, Knötchen und Entzündungen der Gelenke sowie Fehlstellungen im Spätstadium. Um eine Arthrose von anderern Erkrankungen wie einer Arthritis abzugrenzen, ist eine fachärztliche Diagnose unerlässlich. 

Man geht davon aus, dass die Entstehung einer Arthrose vor allem erblich bedingt ist. Auch hormonelle Faktoren und Stoffwechselstörungen kommen in Betracht. Frühere Verletzungen wie schlecht verheilte Brüche, häufig im Bereich des Handgelenks, können später zu einer Sekundärarthrose führen. Hingegen spielen Über- oder Fehlbelastungen der Gelenke eher eine untergeordnete Rolle. 

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Operative Therapie

Handchirurgen können verlässlich beurteilen, wann bei einer Arthrose eine Operation angezeigt ist. Je früher Sie sich beraten lassen, desto mehr Behandlungsmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung. 

Chirurgische Eingriffe im Überblick:

  • Arthrodese: Versteifung / Teilversteifung 
  • Prothese: Gelenkersatz 
  • Arthroplastik: Neugelenk aus körpereigenem Gewebe
  • Denervierung: Äußere Schmerznerven-Durchtrennung
  • Arthroskopie: Gelenkspiegelung „Gelenktoilette“

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